Hinter den Kulissen bei SINN Power: Vorbereitungen für den ersten Test im Meer

In der technischen Entwicklung hat sich im letzten halben Jahr bei SINN Power viel getan. Inzwischen bereitet sich das Team auf den nächsten großen Meilenstein vor: den ersten Test eines Moduls des Wellenkraftwerks im Meer Ende 2015.

Bereits heute kann das Team des Technischen Leiters Martin Bednarz herausfinden, wie viel Strom ein Modul des Wellenkraftwerks in verschiedenen Wellenarten liefert. Am Prüfstand am CUTEC Institut wird dazu die Auf- und Ab-Bewegung der Module nachgebildet, die beim echten Kraftwerk durch die Wellen entsteht. Eine eigens programmierte Software erzeugt dabei durch Motoren realistische, unregelmäßige Wellenspektren und misst gleichzeitig den erzeugten Strom. 

Martin Bednarz (rechts), Leiter der Technischen Entwicklung, diskutiert das Vorgehen beim Trockentest des Wellenkraftwerks-Moduls mit einem Mitarbeiter am CUTEC Institut
Martin Bednarz (rechts), Leiter der Technischen Entwicklung, diskutiert das Vorgehen beim Trockentest des Wellenkraftwerks-Moduls mit einem Mitarbeiter am CUTEC Institut

Damit das Wellenkraftwerk den Strom auch zu den Verbrauchern an Land liefern kann, ist einiges an Entwicklungsarbeit auf der elektronischen Seite notwendig. Dementsprechend dringt aus dem SINN Power Elektroniklabor in Gauting immer wieder unterschiedliches Surren und Brummen von Generatoren und Messgeräten. Aus den begleitenden Geräuschen von Daniel van der Veer, Leiter der Elektrotechnik, lässt sich ableiten, wie zufrieden er bereits mit den Ergebnissen ist.

Daniel van der Veer (rechts), Leiter der Elektrotechnik bei SINN Power, führt die Fortschritte im SINN Power Elektroniklabor vor
Daniel van der Veer (rechts), Leiter der Elektrotechnik bei SINN Power, führt die Fortschritte im SINN Power Elektroniklabor vor

Wenn es im bayerischen Gauting dem Winter entgegengeht, steht für das Team eine Reise zum Mittelmeer an. Hier soll die Technologie zum ersten Mal im Meer getestet werden. Läuft bei diesem Test alles glatt, sind die nächsten Dienstreisen für 2016 vorprogrammiert: Geplant ist dann, das erste Kraftwerk an einem entlegenen, äquatornahen Küstenstandort aufzubauen.