Große Spannung vor erstem Modultest in Heraklion

Nicht nur Passanten machen die Aktivitäten am Hafen von Heraklion neugierig. Auch bei der griechischen Öffentlichkeit erwecken die bevorstehenden Tests des ersten Wellenkraftwerks-Moduls von SINN Power an der Hafenmauer von Heraklion zunehmend Aufmerksamkeit.

Wozu der auffällige rote Schwimmkörper neben dem kleinen Bürocontainer gut sei, werden die SINN Power Ingenieure in diesen Tagen ständig gefragt. Die Reaktionen auf die Antwort sind vielfältig: „Von Begeisterung über die Idee, die Energie aus den Wellen zu nutzen, bis zu höflich formulierten Zweifeln an unserer Zurechnungsfähigkeit – es war bis jetzt alles dabei“, lacht Daniel Kümmel, einer der betreuenden Ingenieure aus dem SINN Power Team. Bei einem seien sich die Passanten jedoch einig: Niemand mache sich Sorgen darum, dass in den Wellen vor Heraklion zu wenig Energie stecke.

Ob die Energie aus den Wellen des Mittelmeers wirklich nutzbar gemacht werden kann, fragt sich seit Kurzem auch die griechische Öffentlichkeit. Zahlreiche Print- und Onlinemedien sowie das kretische Fernsehen berichteten über den Vertragsschluss des deutschen Wellenenergie-Startups mit dem Hafen von Heraklion.

Interview mit Hafenmeister Ioannis Bras zu den geplanten Versuchen auf „CRETE TV“ (deutsche Untertitel verfügbar durch Klick auf „CC“)

Der Hafenmeister, Ioannis Bras, hat große Erwartungen an das Projekt: Ist es erfolgreich, solle es mit EU-Mitteln aus Horizon 2020-Programm ausgebaut werden und dann nicht nur den Hafen, sondern auch die Küste mit Strom versorgen. Bras ist überzeugt: „In zwei Jahren wird die ganze Welt von uns sprechen.“